HA - Monitoring
“Die Aufgabenstellung an init.at war, die gesamte Netzwerkinfrastruktur des ZID der Universität Wien mittels Nagios zu überwachen. Dazu gehörten u.a. sämtliche Switches, Wireless Access Points und Server.”
Die besondere Herausforderung bestand neben der Größe des Netzwerks (über 14.000 Services auf 2.000 Devices) darin, die Topologie des Netzwerks als solches während einer laufenden Umbautätigkeit der Universität im Blick zu behalten. Die ungefähre Aufteilung der Geräteliste war wie folgt:
- ~50 Router
- ~50 Server
- ~1500 Switches
- Rest: Wireless Access Points (Endgeräte)
Um die Konfiguration der Überwachungsmaschinen immer auf aktuellstem Stand zu halten, wurde ein Netzwerkcrawler konzipiert und entwickelt, der einmal pro Tag das gesamte Netzwerk scannt, um die verantwortlichen Personen via E-Mail über allfällige Änderungen zu informieren. Der Crawler beginnt seine Suche bei einem zentralen Punkt des Netzwerks und folgt automatisch sämtlichen Verbindungen, bis er auf Geräte stößt, die nicht mehr Teil des Uni-Netzwerks sind.
Die Topologie des so eruierten Netzwerkplans konnte auch graphisch dargestellt werden. Eine weitere Besonderheit dieses Projektes war die automatische Generierung von Nagios- (und Cacti-)Konfigurationsfiles. Dabei werden sämtliche benötigte Informationen via SNMP vom Zielgerät abgefragt und anhand spezieller Regelfiles in entsprechend angepasste Konfigurationszeilen für Nagios umgeschrieben (inklusive eventuell notwendiger Abhängigkeiten). Um kritische Änderungen an der Netzwerkkonfiguration sofort in die Überwachung übernehmen zu können, besteht außerdem die Möglichkeit, die Konfiguration über ein Web-Frontend direkt neu zu generieren. Das Projekt wurde von 2005-2011 laufend ausgebaut und erweitert.
Durch tiefgreifende Optimierungen der einzelnen Checks ist es init.at gelungen, bei der Monitoringlösung auf Standardhardware über 12.000 Checks für 2.000 Zielgeräte zu implementieren Der übliche europaweite Wert liegt im Schnitt bei 5.000 Checks für 2.500 Zielgeräte.

